Hallenkreismeister beim LOTTO Bayern Hallencup

Der SV Wettelsheim folgt auf den TSV Wolfstein – Dürnberger trifft 9-mal

Der SV Wettelsheim setzte sich in der Weißenburger Landkreishalle mit einem völlig verdienten Finalsieg gegen den ASV Neumarkt die Hallenkrone auf. Der Bezirksligist fährt kommende Woche (19. Januar) gemeinsam mit dem Bayernligisten zur Bezirksmeisterschaft nach Erlangen (Emmy-Noether-Halle).

Gruppe A:

Beflügelt von ihren Fans ging die DJK Göggelsbuch im ersten Spiel des Tages schon früh in Führung. Der ASV Neumarkt ließ sich davon aber nicht beirren und drehte die Partie noch in einen 2:1-Erfolg. Durch die anschließende Punkteteilung zwischen dem SV Rednitzhembach und dem TSV Freystadt blieb es jedoch enng in Gruppe A. Einen wichtigen und ebenso verdienten 3:1-Erfolg erkämpften sich danach die „Hembis“ gegen den ASV Neumarkt, der mit einem „gemischten“ Team aus erster, zweiten Mannschaft und A-Jugend antrat. Überraschend deutlich brachten sich die „Göggis“ dann zurück ins Gespräch um das Halbfinale, in dem sie Freystadt mit 5:0 abschossen. Bei ihrer letzten Gruppenpartie fehlte gegen den SV Rednitzhembach fehlte der DJK Göggelsbuch am Ende aber die Kraft. Zwar hielt der Süd-Kreisligist lange gut mit, das Tor von Jonas Bömoser war aber der Dosenöffner. Da Göggelsbuch schließlich alles nach vorne warf, um noch den Ausgleich zu erzielen, ergaben sich für Rednitzhembach viele Räume, die der SVR gnadenlos ausnutzte und dadurch das Halbfinale als Gruppenerster sicher hatte. Durch die vorangegangenen Ergebnisse hatte zum Abschluss von Gruppe A sowohl der TSV Freystad wie auch der ASV Neumarkt noch eine Chance ins Halbfinale einzuziehen, und diese wollten beide nutzen. Letztlich rettete sich der ASV durch ein Remis als Gruppenzweiter in die Runde der letzten Vier.

Gruppe B:

Dort sollte der ASV Neumarkt auf den TSV 1860 Weißenburg treffen, der sich im letzten Gruppenspiel doch noch sein Ticket sicherte. Aber von Beginn. Den Anfang in Gruppe B machten die TSG Roth und Türkspor Freystadt. Der Bezirksligist meisterte diese Aufgabe souverän. Kurios dabei: Türkspor erzielte gleich drei Eigentore. Im Spiel darauf verschaffte sich der SV Wettelsheim eine gute Ausgangslage für die restlichen Gruppenspiel. 1:0 gewann die Grimm-Elf durch einen Treffer von Julian Dürnberger, der nicht sein letztes Tor an diesem Nachmittag erzielen sollte. Zum ersten Mal hektisch wurde es im Match zwischen Roth und Wettelsheim, das die TSG mit 3:2 knapp ins Ziel brachte und dadurch mit einem Bein schon im Halbfinale stand. Wesentlich einfacher hatte es dann Weißenburg, dass beim 4:1 gegen Türkspor keine größeren Probleme hatte. Ebenso wie der SV Wettelsheim, der gegen Türkspor mit 6:1 den höchsten Tagessieg feiern durfte. Im abschließenden Gruppenspiel benötigte der TSV Weißenburg einen Erfolg über die TSG Roth, um noch eine Chance auf das Halbfinale zu haben. Es entwickelte sich eine hektische Partie, nachdem Jonas Ochsenkiel die Gastgeber in Führung brachte. Tim Lotter und erneut Ochsenkiel legten zum 3:0 nach. Plötzlich wurde es laut in der Halle und die Rother Mannschaft verließ das Parkett, weil sie eine angeblich rassistische Äußerung aus dem Weißenburger Fanblock gehört haben wollen. Wie sich anschließend herausstellte feuerten die Heimfans nur ihren Keeper Johannes Uhl, der einen Ball gehalten hatte, mit „Uhl, Uhl, Uhl“-Rufen an. Dennoch musste die Partie abgebrochen werden. Somit standen Weißenburg (Gruppenersten) und Wettelsheim (Gruppenzweiter) im Halbfinale.

Platzierungsspiele:

Die Spiele um Platz 5 und 7 wurden nur im Sechsmeterschießen ausgetragen. Siebter wurde der TSV Freystadt, der sich gegen Stadtrivale Türkspor durchsetzte. Platz 5 ging kampflos an die DJK Göggelsbuch. Die TSG Roth trat nach den Vorfällen aus dem letzten Gruppenspiel nicht mehr an.

Halbfinale:

Der SV Wettelsheim präsentierte sich im ersten Halbfinale kaltschnäuziger als der SV Rednitzhembach. Vor allem Julian Dürnberger bekam der Kreisligist nicht unter Kontrolle, der seine Turniertreffer sechs bis acht erzielte und Wettelsheim quasi im Alleingang den Finaleinzug bescherte. Mehr als Ergebniskorrektur durch Jonas Bömoser, der das zwischenzeitliche 1:3 erzielte, war für die „Hembis“ nicht drin. Auch weil Michael Halbmeyer umgehend den alten Abstand von drei Toren wiederherstellen konnte. Im zweiten Halbfinalspiel ging der TSV Weißenburg durch einen schnellen Treffer von Marco Schwenke zunächst in Führung. Die Gastgeber gaben Neumarkt zunächst kaum Raum. Der ASV wurde mit zunehmender Spieldauer aber besser. Eine Einzelleistung von Daniel Pandel brachte Neumarkt schließlich den Ausgleich. Chancen blieben danach Mangelware. Erst das Sechsmeterschießen sorgte für die Entscheidung, weil Martin Bachner doppelt für Neumarkt parierte.

Spiel um Platz 3:

Nicht mehr ganz so viel Tempo als in den vorangegangenen Halbfinalspielen war im Spiel um Platz 3, das der SV Rednitzhembach verdientermaßen gegen den TSV 1860 Weißenburg mit 2:1 gewann. Zwar hatte der Bezirksligist mehr vom Spiel und auch die Mehrzahl an Chancen, der SVR bestrafte die Weißenburger Fehler aber gnadenlos. Die Sechziger brachten selbst beste Chancen wie beispielsweise einen Sechsmeter, den Max Wiedemann parierte, nicht im Tor unter. Der Anschlusstreffer fiel erst mit der Schlusssirene.

Finale

Im Finale setzte sich der SV Wettelsheim die Hallenkrone dann verdient auf. Vom ASV Neumarkt war nur wenig zu sehen, gegen den hinten stabil stehenden Bezirksligisten, der immer wieder zu guten Möglichkeiten kam und mehrere Alutreffer hatte. Offensiv blieb der ASV einiges schuldig. Eine schöne Einzelaktion von Kevin Rasch bescherte dem SVW schließlich die verdiente Führung. Neumarkt erhöhte zwar darauf etwas die Schlagzahl, im Ergebnis sollte sich das aber nicht widerspiegeln. Im Gegenteil. Wettelsheim hatte nie wirklich Probleme, das 1:0 über die Zeit zu schaukeln. Und sorgte Wettelsheims torgefährlichster Mann an diesem Nachmittag, Julian Dürnberger, nach einem groben Abwehrschnitzer mit seinem neunten Treffer für die Vorentscheidung. Wettelsheim hätte das Ergebnis durchaus noch höher gestalten können, ließ aber die ein oder andere gute Einschussmöglichkeit noch liegen.

Quelle: http://www.nordbayern.de/amateure/neumarkt-jura/29238/artikel_der_sv_wettelsheim_folgt_auf_den_tsv_wolfstein_-_duernberger_trifft_9-mal.html